Zusammenfassung
Die Legionärs-Krankheit, formal als Legionellose bezeichnet, ist eine relativ häufige Form von schwerer Pneumonie. Erreger ist Legionella, eine im Wasser lebende Bakteriengattung. Die Übertragung erfolgt durch Inhalieren kontaminierter Bestandteile der Umwelt. In den meisten Ländern sind 80% der Fälle durch Legionella pneumophila Serotyp 1 verursacht. Allein in Frankreich wurden 2005 mehr als 1.500 Fälle gemeldet. Die anfängliche Diagnose beruht auf dem Antigen-Nachweis im Urin. Die Mortalitätsrate hängt davon ab, wie schnell mit der passenden antibiotischen Therapie begonnen wird. Bei schwerer Legionellose sind Macrolide (Erythromycin oder, wegen verbesserter pharmakodynamischer Eigenschaften, bevorzugt intra-venös Azithromycin) und Fluorochinolone (Levofloxacin) die Antibiotika der Wahl.
Gutachter
- Pr Jérôme ETIENNE
- Dr Sophie JARRAUD
Aktualisiert am: Februar 2007